Das Massivholzhaus ist eine gute Alternative als Fachwerkhaus

In Deutschland gibt es einige Städte, in denen das Fachwerkhaus das architektonische Bild der historischen Innenstädte prägt. Insgesamt gibt es bundesweit noch mehr als zwei Millionen Fachwerkhäuser. Wer auf Reisen besonders viele gut erhaltene Exemplare bewundern möchte, sollte sich beispielsweise Quedlinburg, Stolberg, Wernigerode oder Osterwieck als Ziel aussuchen.

Das größte Fachwerkhaus in ganz Europa kann in Halle an der Saale bewundert werden. Wer das tun möchte, sollte sich zum Gelände der Franckeschen Stiftungen begeben. Auch in ländlichen Regionen gehören Fachwerkhäuser zum typischen Bild. Sie finden sich vor allem bei ehemaligen Bauernhöfen. Dort gibt es in der Regel eine Besonderheit. Die Sockel bestehen aus großen Natursteinbrocken und das Fachwerk selbst ist häufig als doppelschaliges Mauerwerk erstellt.

Das „echte“ Fachwerkhaus erfordert sehr viel Pflege und Wartung

Wer ein mehrere hundert Jahre altes Fachwerkhaus besitzt, weiß, dass er sehr viel Zeit oder Geld in die laufende Wartung des Gebäudes stecken muss. Sowohl die sichtbaren Flächen der zumeist aus Eichenholz bestehenden Balken als auch die verputzten Fächer müssen regelmäßig gestrichen werden. Meistens werden die Putzflächen für eine gute Optik weiß gekalkt. Der dafür notwendige Zeitaufwand ist wesentlich höher als bei der großflächigen Fassade ohne sichtbare Balken.

Echte Fachwerkhäuser werden deshalb heute kaum noch gebaut, zumal sie von den Baukosten her durch den immensen Umfang der dort hineinzusteckenden Arbeitszeit von Maurern und Zimmerleuten deutlich teurer als alle anderen Hausvarianten sind. Bei Neubauten in Städten, in denen komplette Stadtteile unter dem Denkmalschutz der UNESCO stehen, wird das Fachwerk lediglich vorgeblendet. So lässt sich eine einheitliche Optik erzielen, ohne die Nachteile der traditionellen Fachwerkbauweise in Kauf nehmen zu müssen.

Wie wird aus einem reinen Holzhaus optisch ein Fachwerkhaus?

Dafür stehen mehrere Technologien zur Auswahl. Im einfachsten Fall besteht Fachwerk aus horizontalen und vertikalen Balken, sodass rechteckige und/oder quadratische Fächer entstehen. Diese Optik kann mit dem Holzhaus in der sogenannten Skelettbauweise perfekt nachgeahmt werden. Dabei entsteht zuerst ein Rahmen, der beim weiteren Aufbau mit hölzernen Platten ausgekleidet wird. Diese Bauweise für das imitierte Fachwerkhaus wird Holztafelbau oder Holzrahmenbau genannt. Bei der Gestaltung der Fassade werden die Holzrahmen im typischen Rotbraun der Balken der Fachwerkhäuser gestrichen, während die dazwischenliegenden Platten einen weißen Anstrich bekommen. Dafür werden anstelle des Kalkanstrichs Farblacke verwendet. Die Farblacke haben als Fassadenanstrich eine wesentlich längere Lebensdauer als die Kalkanstriche.

Die zweite Technologie fürs moderne Fachwerkhaus ist die sogenannte Blendfassade. Dabei erhalten die Außenwände der Häuser eine Verkleidung. Sie besteht aus ein bis zwei Zentimetern starken Brettern, die wie die Sichtbalken bei einem Fachwerkhaus angeordnet werden. Die Flächen dazwischen werden in der Regel mit Dämmplatten verkleidet, deren Oberflächenstruktur die Optik der glatten Putzflächen der Fachwerkhäuser nachbildet. Dabei kommen moderne Dämmmaterialien zum Einsatz, welche direkt eingefärbt werden können. Das spart den künftigen Besitzern der Häuser, den Anstrich der kompletten Fassade regelmäßig zu erneuern. Sie müssen lediglich an den permanenten Holzschutz für die vorgeblendeten Bretter denken.

Doch es gibt noch eine dritte Möglichkeit, durch welche aus einem Fertighaus aus Massivholz optisch ein Fachwerkhaus werden kann. Dabei werden die für den Bau verwendeten Holzbohlen so bearbeitet, dass völlig glatte Außenwände ohne die sonst üblichen Fugen zwischen den Blockbohlen entstehen. Das ist bei unseren Musterhäusern bei verschiedenen Arten des Aufbaus möglich. Dazu zählen beispielsweise Leimholzbalken mit Kreuzecke oder Schwalbenschwanzverbindung sowie die Doppelblockwand aus Leimholzbalken, die einschalige Blockwand mit vorgesetzter Fassade und die mit BSH/CLT-Technologie als Elementbau gefertigten Holzwände. Auf die Außenwände dieser Varianten kann die typische Optik der Fachwerkhäuser schlicht aufgemalt werden.

Welche unserer Holzhäuser kommen für die Umgestaltung zum Fachwerkhaus infrage?

Diese Frage lässt sich umgekehrt schneller beantworten, denn die meisten Holzhäuser aus unserem Musterhauskatalog können Sie mit einer Blendfassade oder einem reinen Anstrich in ein imitiertes Fachwerkhaus verwandeln. Einzig bei den Musterhäusern würde das keinen Sinn machen, die eine Fassade besitzen, bei welcher die Rundbohlenoptik der traditionellen Blockhäuser in Kanada und Skandinavien aufgegriffen wurde. Dazu gehören beispielsweise die Musterhäuser „Waldi“, „Liane“ und „Julia“.

Das imitierte Fachwerkhaus gibt es bei uns mit vielen Extras

Schon im Mittelalter erkannten die Menschen, dass sich überzogene Dachflächen als konstruktiver Schutz für die Fassade am Fachwerkhaus bestens eignen. Diese historische Entdeckung greifen wir bei vielen Musterhäusern auf. Besonders große Dachüberstände gibt es zum Beispiel bei den Musterhäusern „Albina“ und „Enna“. Beim Modell „Albina“ ist der Dachüberstand an einer Giebelseite sogar so verlängert, dass es zum Terrassendach in luftiger Höhe wird. Auch das Musterhaus „Klaus“ bringt ein solches Komfort-Extra mit. Andere Musterhäuser bieten serienmäßig einen Carport oder einen überdachten Balkon.

Natürlich können Sie sich Ihr Fertighaus aus Massivholz mit der für das Fachwerkhaus üblichen Optik auf Wunsch völlig individuell kreieren lassen. Bei uns ist für die Planung solcher Sonderanfertigungen der erfahrene Bauingenieur Frank Hösterey aus dem sächsischen Radebeul verantwortlich. Er wird auch dann eingeschaltet, wenn Sie beispielsweise die Fenster in anderen Größen haben möchten oder wir Ihnen eines unserer für die optische Umwandlung in ein Fachwerkhaus geeigneten Musterhäuser mit den für Rollstuhlfahrer erforderlichen Durchgangsbreiten bei den Türen liefern und aufbauen sollen.

Wir lassen Sie auch bei der Suche nach einer Baufinanzierung nicht allein

Vielerorts gibt es Zuschüsse, wenn Sie durch Denkmalschutzauflagen für ganze Stadtgebiete dazu gezwungen sind, eine Baulücke mit einem Fachwerkhaus zu schließen. Doch nicht nur damit können Sie die von Ihnen zu tragende Finanzlast für den Kauf eines Fertigteilhauses aus Massivholz reduzieren. In Deutschland können bei der Erfüllung diverser Voraussetzungen auch die Guthaben in Rentenversicherungen förderunschädlich für den Kauf von selbst genutztem Wohnraum eingesetzt werden. Familien mit Kindern profitieren außerdem vom Baukindergeld, wenn beim nachgeahmten Fachwerkhaus die von der Kinderzahl abhängigen Flächenbegrenzungen nicht überschritten werden. Mit all diesen Dingen kennen sich unsere Kundenberater bestens aus.

Durch unsere engen Kooperationen mit Swiss Life und der ING DiBa können wir Ihnen die Baufinanzierung für das imitierte Fachwerkhaus in Form des Fertighauses mit Blendfassade oder aufgemaltem Fachwerk auch direkt vermitteln, denn wir sind im Besitz der dafür erforderlichen Erlaubnis nach Paragraf 34c der deutschen Gewerbeordnung. Diese beiden Partner für die Fertighausfinanzierung haben wir deshalb ausgewählt, weil sie bei den Lukrativitätsvergleichen für Hausfinanzierungen mit steter Regelmäßigkeit sowohl mit Blick auf die Bauzinsen als auch die Qualität der Kundenberatungen gut bis sehr gut abschneiden.